Autorin: Henrike Staudte

In einem Traum erklärte mir eine Eule mit Goldrandbrille: Geschichten können heilsam wirken. Seitdem lege ich die Finger auf die Tasten und lasse die Worte fließen.

Meine Clue-Writing-Geschichte:
Schmerzlos oder … Dummheit tut nicht weh

Mein literarischer Werdegang:
Begonnen hat es mit den Märchen in meiner Kindheit. Zwergnase, Aschenbrödel & Co. weckten eine Begeisterung, die mich dazu trieb, bei jeder Gelegenheit die Märchen nachzuerzählen. So schläferte ich z. B. meine Kindergartenfreunde zur Mittagsruhe mit einem Märchen ein. Auch meine jüngere Schwester musste herhalten und sich stundenlang meine Märchenvorführung anhören. Dazu nutzte ich einen alten, handbetriebenen Filmprojektor. Bild für Bild «warf» ich an die Wand und erzählte mit geheimnisvoller Stimme die Geschehnisse. Es dauerte nicht lange und ich schrieb selbst Gedichte und kurze Geschichten. Mit dem Erwachsenwerden geriet diese Leidenschaft allerdings in Vergessenheit. Erst meine wissenschaftliche Laufbahn brachte mich wieder zum Schreiben. Gleichwohl hatte das ernsthafte Studium alles märchenhafte Denken aus mir vertrieben. Doch als ich vor einigen Jahren in das mystische Allgäu zog, erwachte meine Fantasie von Neuem. Bald widmete ich mich ausschließlich dem Schreiben. Nun arbeite ich als freie Redakteurin für verschiedene Gesundheitszeitschriften und fröne nebenbei dem Geschichtenschreiben.

Meine Motivation fürs Schreiben:
Das Schreiben von Geschichten ist für mich wie Reisen. Plötzlich packt mich das «Reisefieber» und es zieht mich fort in eine andere Welt. Allerdings ist das Gleichgewicht wichtig. Mein Geist stagniert, wenn ich stundenlang sitze und schreibe, dann heißt es aufstehen und Bewegung in den Körper bringen. Nach einem wilden Tanz zu Zigeunermusik oder einem ausgedehnten Spaziergang am Fluss, fließen auch wieder die Worte aus mir heraus. Musik und die Natur sind meine größten Motivatoren.

Zu meiner Person:
Ich wurde am 09. 08. 1976 in Jena (Thüringen) geboren. Irgendwie sehe ich mich als Naturmensch, liebe einsame Spaziergänge in Wald und Flur, wo ich die Ruhe und Ursprünglichkeit suche. Dort finde ich Erfüllung, denn es ist alles schlüssig. Es gibt nichts, worüber ich mir den Kopf zerbrechen müsste. Stattdessen bestaune ich tief berührt die Symbiose von Tieren und Pflanzen. Ich bin dankbar, dass mich mein Schicksal ins Allgäu geführt hat. Mit meinem Mann und der Dackeldame «Biene» lebe ich in einem Holzhaus und übe mich in einem einfachen und naturnahen Dasein. Doch bei aller Bescheidenheit gibt es noch einen Traum, der mir bisher immer wieder entglitten ist – der Traum vom eigenen Pony. Ich bin gespannt, was das Leben noch so bringt.

Bisherige Publikationen:
Staudte, Henrike (2015): Ernährungstherapeutische Ansätze beim Restless-Legs-Syndrom. Mediengruppe Oberfranken.
Staudte, Henrike (2016): Federtanz – Geschichten für mutige Träumer. Epubli.
Staudte, Henrike (2016): Die Weisheit der Wölfin. Epubli.

Wo ihr mich finden könnt:
Webseite