Autorin: Jennifer Hilgert

sg-024a - Jennifer HilgertUnsere Freundin Jenny hat uns gefragt, ob wir uns vorstellen können, im Rahmen ihrer Gastautorenschaft bei Clue Writing etwas über ihre Persönlichkeit und ihre Leidenschaft für Literatur und Dichtung zu verfassen.

Da wir sie als optimistischen Menschen kennen und lieben, versuchen wir an dieser Stelle, ihre Zuversicht zu teilen, denn über unsere Freundin gibt es allerhand zu berichten. Zum Beispiel von ihrer Aktion in Karlsruhe, bei der sie einen Dichtverkehr herbeigeführt und 40 Stück ihres gleichnamigen Sammelwerks als Geschenk an öffentlichen Plätzen hinterlegt hat. Oder ihre Erfahrungen in San Francisco, was seit 2014 ihre Wahlheimat ist. Oder oder oder…

Meine Clue-Writing-Geschichten:
Die Containergeschichte
Schmerzlos oder … Schattenmorellen
Sowie Gedichte zu Beginn der Anthologien Kurz & Schmerzlos

Ihr literarischer Werdegang:
Literarisch wurde sie, seit sie schreibend ging.
Erste Tagebücher im Alter von acht Jahren dokumentieren ihre zarten Anfänge und ebenso die Publikation einer Kinderzeitschrift im Alter von elf zeigen ihre Leidenschaft zum geschriebenen Wort.
Ihr bisher größtes Erfolgserlebnis ist wohl die Auszeichnung mit dem »Günther-Felke-Preis« für besondere Leistungen im Fach Deutsch, den man gleichzeitig als ihren literarischen Startschuss sehen könnte. Kurz nach der Verleihung musste sie das Naturwissenschaftliche Gymnasium verlassen. Schleunigst. Aufgrund zweier Ehrenrunden und rebellischer Phasen. Aber keineswegs tragisch.
Seitdem weiß sie, dass sich alle Ziele erreichen lassen. Mit Leidenschaft und Fleiß. Also schrieb sie weiter. Bis heute.

Ihre Motivation fürs Schreiben:
Wodurch sich unsere Freundin unbegrenzt in ihren Möglichkeiten zum Schreiben inspirieren lässt?
In San Francisco konnte sie die Möglichkeit finden, sich ihrer literarischen Leidenschaft voll und ganz zu widmen. Sie betrachtet ihre Umgebung stets durch eine literarische Brille und begibt sich auf die Suche nach inspirativen Begebenheiten. Und dabei geht es nicht um außergewöhnliche, spektakuläre Ereignisse, die den Fluss des Alltags unterbrechen. Es handelt sich vielmehr um die kleinen Dinge, die von uns oftmals übersehen werden. Das kann ein unvermitteltes Gespräch an der Theke mit der Bedienung, eine gemeinsame Zigarette mit einem Obdachlosen, eine Diskussion mit Freunden oder die defekte Festplatte kurz vor ihrer Teilnahme am Poetry Slam sein. Da wird die Wartezeit beim Festplattendoktors eben genau dafür genutzt, ein gänzlich neues Gedicht zu verfassen, in welchem die Technik und defekte Festplatten verflucht werden.
sg-024b - Jennifer HilgertInspiration findet sie nicht nur im Zeitgeist unserer bedeutenden Philosophen oder in Büchern oder in Gedichtbänden, sondern auch in sich selbst findet sie zahlreiche Impulse zum Schreiben. Ohne die kleinen Ablenkungen des Alltags (was manchmal erst dann möglich wird, wenn man sich versehentlich aus seiner Wohnung ausschließt und die Wartezeit überbrücken muss), kann Jenny gleich ganze Kartons mit ihren Gedanken füllen.
In ihrem autobiographischen Werk »Beulenbiester – Mein Leben, die Abszesse und Ich« verbindet unsere Freundin eitrige Abszesse mit persönlichen Lebensabschnitten wie die Scheidung ihrer Eltern, ihrer Selbstfindung oder den ersten Erfahrungen mit Konzerten. Selbst die Eiterbeulen, die manch einen nur zum Fluchen und Beschämen verleiten, kann Jenny aus einem anderen Blickwinkel betrachten und ihnen so etwas wie »literarische Schönheit« zuschreiben.

Zu ihrer Person:
sg-024c - Jennifer Hilgert

Als Jennifer Hilgert schreibe ich unter meinem Mädchennamen, damit er mir nicht abhanden kommt. Geboren wurde ich in Simmern im Hunsrück. Zur besten Abendbrotzeit an einem verschneiten Januarabend im Jahre 1986.
Nach meiner Ausbildung zur Erzieherin stieg ich zunächst in die Jugendhilfe ein.
2012 folgte dann ein Studium der Pädagogik und Germanistik am KIT, wobei mich ein Fernkurs parallel zum Schreiben ermutigte. Es entstanden Entwürfe für Kinder- und Jugendbücher, Kurzgeschichten, vor allem aber lyrische Texte. Ich habe mir nie vorgenommen Gedichte zu schreiben. Es ist einfach so passiert. Mittlerweile kann ich vier eigene Buchveröffentlichungen und eine als Mitherausgeberin verzeichnen.
Seit 2014 lebe ich mit meinem Mann in San Francisco und im Oktober 2016 sind wir mit unserer Tochter zu einer kleinen Familie heran gewachsen.
Wenn es dich interessiert, was von mir sonst noch existiert, dann besuch mich doch auf meinem virtuellen Sekretär Schriftverkehr.

Wo ihr mich finden könnt:
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