Dem Krieg vergeben

Es war ihm Jahr 2008, als ich, noch euphorisch von der großen Veränderung, meine Heimat verließ und die Welt bereiste. Zu meinem Erstaunen hatte es mir keine große Mühe bereitet, meinen Vater von der Idee zu überzeugen, meine Assistenzarztzeit um einige Monate in die Zukunft zu verschieben; er hatte sogleich seinen Sekretär – ein in die Jahre gekommener Herr, der seit der Firmengründung im Büro des Kraftwerks arbeitete – damit beauftragt, sich um die Reiseformalitäten zu kümmern. Doch seine Vorstellung wich stark von meiner ab. Während er in meinem Vorhaben die vielversprechende Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung sah, wollte ich lediglich einige Wochen abschalten und nach langen Jahren auf der Schulbank und in Vorlesungssälen glaubte ich dem Ruf der Freiheit folgen zu müssen, also schnappte ich […] Weiterlesen