Herzschlag

Ich kann kaum atmen, etwas lastet schwer auf meiner Brust. Ruhig bleiben, ermahne ich mich, liege reglos auf der weichen Matratze auf dem Rücken, starre in die einsame Dunkelheit. Natürlich beschwert nichts meinen verschwitzten Oberkörper, außer der dünnen Decke, ohne die ich nicht einschlafen kann. Da aber bei diesen Temperaturen Realität etwas wabbelig wird, kann mich bereits ein Milligramm Gewicht fertigmachen. Zwar verstecken sich keine Monster unter dem Bett, aber der schiere Gedanke daran, dass ich hier liege, hier und jetzt existiere, schnürt mir die Kehle zu. Bevor ich mich hinlegte, habe ich geduscht und schon triefe ich wieder vor Schweiß, ach, sind wir Menschen nicht widerlich, stinkend, eklig, klebrig?
Ein leiser Windstoß bauscht den dünnen Vorhang, erreicht knapp meine Zehenspitzen, mit […] Weiterlesen