Kafka in der Acht

„Sie sollten wirklich ein Deodorant verwenden“, wettert der Mann im Anzug, den ich zuvor „Pinguin“ getauft habe, den Hispter, Typ „vierzigjähriger Pseudoaussteiger“ an, der aus mysteriös bleibenden Gründen einen einzelnen Ski hält. Dieser brummt ein halbwegs salonfähiges Schimpfort und steigt, gefolgt von dem vermeintlichen Südpolbewohner, schirmlos in den Wolkenbruch aus. Ja, es ist ein ständiges Ein und Aus in meiner Acht. Was die Acht ist? Eine Straßenbahn-Linie, selbstverständlich, was sollte sie sonst sein, ein Zeppelin? Sie verbindet das langsam aufstrebende, quasi prä-gentrifizierte Wohnquartier auf der falschen Seite der Geleise, wo wir jetzt halten, mit dem Rotlicht- und Hipster-Viertel, dem Bankenplatz und zu guter Letzt dem See. Zumindest spätabends, tagsüber fährt sie weiter in die sonnigen Hügel über der Stadt, die mich kein Bisschen […] Weiterlesen