Pechvogel

Ich stöhnte und versuchte, den unflätigen Fluch zu unterdrücken, der mir auf den Lippen lag und um jeden Preis heraus zu wollen schien. „Verfluchte Sch…“ ich unterbrach mich und fügte schließlich halbherzig und grammatisch inkorrekt hinzu: „… Tag.“ Beinahe hätte ich selbst über mich gelacht, da in meinem Kopf der Wutausbruch wesentlich schlimmer und dreckiger und viel weniger unbeholfen geklungen hatte, genau wie bei einem Kind, das sich im letzten Augenblick schämte, etwas Wüstes auszusprechen, auch wenn es alleine war. Ich atmete scharf ein und war mir immer noch nicht sicher, ob ich lachen oder weinen sollte – also tat ich nichts von beidem.
Ich sah mich in der Voliere um, die an meinen Geräteschuppen angebaut war. Mein Papageienschwarm zwitscherte wie immer sehr laut (wenn man denn das noch […] Weiterlesen