Zeitmangel-Special | Meine Streifen sind (nicht) heilig

Autorin: Rahel

Aufgrund akuten Zeitmangels veröffentlichen wir heute eine unserer alten Archivgeschichten. Diese Kindergeschichte ist einiges länger als eine typische Clue Writing Story und zeigt anschaulich, wie viel wir in den letzten Jahren dazulernen durften. Wer uns dabei unterstützen möchte, dem Zeitdruck etwas entspannter entgegenzutreten, kann das hier tun – Megalo-Danke! Und jetzt, ohne weitere Umschweife: Viel Spass mit der Kurzgeschichte.

Die morgendlichen Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Wolkendecke, zauberten flackernde, wirbelnde Lichtpunkte in die staubige Stallluft. Zina das Zebra schnaubte verschlafen und schüttelte sich dann ausgiebig, ehe sie ihre schwarzen Weiterlesen

Aus dem Kopierraum kommen

Autorin: Rahel
Setting: Kopierraum
Clues: Zimtschnecke, Desinteresse, Fernbedienung, Modernismus, Fusspilz

„Komm, mach die Tür zu“, befiehlt Jamal heiter. Ich gehorche, lausche dem Klackern seiner Gürtelschnalle und starre in die Ecke des zerschlissenen Posters vis-à-vis der Kopiermaschine. Ein grunzendes Ächzen ertönt, begleitet vom Rascheln seiner Jeans, dann meint er: „Es kann losgehen.“ Ich wende mich ihm zu, lache daraufhin lauthals los. Da sitzt er nun, auf der Glasplatte des Kopierers. Die heruntergelassene Hose hängt in den Kniekehlen und seine Hände verdecken mir leider die Sicht, dafür schenkt er mir sein charmantes Grinsen, ein extra-breites noch dazu. Weiterlesen

Weihnachts-Special | Die dunklen Machenschaften des Mr. Spekulatius

LogoXMasAutorin: Rahel
Titelvorgabe: Die dunklen Machenschaften des Mr. Spekulatius

„Guten Tag, Mr. Spekulatius, was darf es denn heute sein?“ Und da stand sie wieder, so wie am Tag zuvor und am Tag davor und vermutlich wird sie auch noch morgen und übermorgen und in zwanzig Jahren hier stehen. Versteht mich nicht falsch, ich mochte die Frau, deren Namen ich schon tausendmal gehört habe und mir doch nicht merken kann, weil er mir in etwa so wichtig ist, wie die Lage im Libanon, im Prinzip wirklich sehr gerne. Oder besser gesagt, ich mochte es, sie wie die vielen anderen Konstanten in meinem Leben als allmorgendlichen Orientierungspunkt zu benutzen. Aber, und dieses eine „aber“ kann ich nicht genug betonen, die gute Dame war dermassen Weiterlesen