S09E17 | Der Winter kommt

Wir möchten euch herzlich zur siebzehnten Episode der neunten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüßen. Sie basiert auf der Story „Der Winter kommt“ von Rahel. Selbst ein Außenseiter weiß, unsere Welt ist voller Wunder und Gleichgültigkeit. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Rollmops, Lenkstange, Eisportionierer, Urmeer“ und „Vierauge“ vertextet und sie spielt am Setting „Pragser Wildsee-Hütte“. Die Sprecherin dieser Episode ist Inger Kurowiak. […] Weiterlesen

Patreon-Bonus | Wo ist das Lama, Vincent?

Dies ist eine Bonus-Story, ein Dankeschön für unsere Patreon-Unterstützer. Wer Zugang zu diesem und vielen weiteren exklusiven Inhalten haben möchte, kann sich jederzeit auf Patreon als Clue Writing Unterstützer registrieren und das Passwort erhalten. Selbstverständlich bleiben alle regulären Inhalte von Clue Writing kostenlos verfügbar. Um die Geschichte zu lesen, gebt bitte euer Passwort ins unterstehende Feld ein:

S08E12 | Momentan unwichtig

Wir möchten euch herzlich zur zwölften Episode der achten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „Momentan unwichtig“ von Rahel. Man kann nie wissen, welche unwichtigen Dinge vielleicht irgendwann die Zukunft retten. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Senf, Katzenhaarallergie, Tiefkühlkost, Bauarbeiter“ und „Misanthropie“ vertextet und sie spielt am Setting „Zwischen Tür und Angel“. Der Sprecher dieser Episode ist Klaus Neubauer. […] Weiterlesen

Der Winter kommt

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Der Mann erschien aus dem Dunkel auf die Veranda, seine Wanderstiefel prallten auf die Holzplanken wie tosende Donnerschläge. Die idyllische Stille wurde mit einem Mal zerrissen, zwei Raben hockten auf dem Geländer, fuhren hoch und flatterten davon, hinfort von diesem bärtigen Tier. Sinnierend gähnte er, ließ seine Gelenke knacken und beschloss, beim Fischen abermals Fortuna herauszufordern. Seit Tagen zehrte er von dem schmächtigen Böcklein, das ihm in die Falle getrappt war. Es schmeckte fade, so ohne Salz, trotz seiner kümmerlichen Größe war es zäh wie ein alter Hirsch. Vor ihm breitete sich der friedliche See aus, über ihm zeigte die kühle Wintersonne ihr fahles Gesicht, flach stand sie über dem Horizont. […] Weiterlesen

Road Trip | Mutters Schande

Dies ist der 3. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Road Trip“.

Mein knochiger Finger berührt den Pause-Button des CD-Players und bringt die Musik zum Verstummen, ehe ich die Scheinwerfer des alten Wagens ausmache und ihn möglichst unauffällig, also durchaus auffällig, mitten auf der Hauptstraße der Geisterstadt zum Halten bringe. Mit einem Knirschen traktieren dabei die Reifen einige kleine Steine, die früher einmal, damals, als es noch Postkutschen gab, zur Wand des „General Store“ gehörten. Seit Äonen lebt an diesem Ort niemand mehr außer einigen Eidechsen und Nattern, die sich tagsüber auf den Ruinen sonnen; ein gutes Versteck. Anders als die Wüstentiere, die Sonnen- der Mondeshitze vorziehen, in erster Linie, weil der Mond alles […] Weiterlesen

Das Bild

Das Gemälde hing seit ihrer Kindheit an derselben, von Fliegenkot gepunkteten, holzgetäfelten Wand. Trotzdem musste Mara es jedes Mal für eine gefühlte Ewigkeit ansehen, wenn sie ihren Urlaub in der Berghütte ihrer Familie verbrachte, von der sie das letzte noch lebende Mitglied war. Da wanderte sie durch den Wald, über Wiesen und entlang der kühlenden Bergbäche, um der Hitze der Stadt mit ihren verschwitzten Menschenmengen zu entkommen, nur um dann auf ein Bild im Wohnzimmer zu starren. Die Ölfarbe wies längst Altersrisse auf, wirkte ausgebleicht oder von Staub bedeckt, ganz sicher war sie sich nicht. Vor ihr begannen die Linien vom langen Starren zu tanzen und das Gemälde zerfloss zu einem abstrakten, unverständlichen Muster vor einem braun fleckigen Hintergrund. […] Weiterlesen

Momentan unwichtig

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Dezember 2202

Michio schlug seine Hacken zusammen und blieb kerzengerade und mit angehobenem Kinn unter dem Türrahmen stehen. Sein Vorgesetzter, oder besser gesagt, der Vorgesetzte aller hier anwesenden Militärs und Wissenschaftler, fuchtelte mit der Hand, ohne von seinem antiken Aktenstapel aufzusehen. Vermutlich wollte er Michio mitteilen, dieser dürfe bequem stehen.
„Spezialist Hideo“, holte der General der Armee aus und pausierte, um seine Lesebrille abzulegen, „wie fühlen Sie sich heute?“ Michio, der noch immer in der Achtungsstellung […] Weiterlesen