Patreon-Bonus | Das erste Mal ist am schwersten

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Reality TV, oder: Beweisstück C

„Für fünfzig, bitte.“ Die Frau, nennen wir sie Francesca, war so nervös wie nie, immerhin war das, was sie hier gerade tat, alles andere als legal. Der junge Mann mit dem Kapuzenpulli grinste sie an, ihm war bewusst, wie  fremd diese Welt für sie sein musste, in welcher er die Oberhand hatte. Fairerweise müsste der geneigte Beobachter anmerken, dass wohl jeder Ausflug von ihm in ihre Welt mit einem Rauswurf geendet hätte. Die Mittvierzigerin war in einen grauen Trenchcoat gehüllt, der zweifellos doppelt soviel gekostet hatte als sein Auto – die Schuhe fallen in dieselbe Kategorie.
Jazeel, wie der junge Mann mit dem Vorstrafenregister hieß, fasste in die tiefe Tasche des Kapuzenpullis, lehnte sich an die Mauer des schmuddeligen Hauses und nahm einen tiefen Zug von seiner Zigarette. „Klar – lass erst die Knete sehen.“ […] Weiterlesen

Gaststory | Rache ist süss

Als Michael erwachte, ging es ihm echt schlecht: Er hatte Kopfschmerzen und ihm war übel. Stöhnend öffnete er die Augen, nur um sie ganz schnell wieder zu schließen. Das Licht war viel zu hell, einfach nicht auszuhalten. Warum ging es ihm nur so mies? Egal, Helga musste ihm erst mal etwas gegen die höllischen Kopfschmerzen geben, dann würde man weitersehen können. Merkte sie nicht wie schlecht es ihm ging? Schlief sie so fest oder war sie schon aufgestanden? Seine linke Hand tastete nach seiner Frau und der Schreck fuhr ihm in alle Glieder. Da war nichts. Nicht nur seine Frau war nicht da, das Bett war einfach zu Ende, seine Finger glitten ins Leere. Er lag eindeutig nicht in seinem Bett. Erschrocken riss er die Augen auf, um sie gleich wieder zuzukneifen. Nein, so ging das nicht. Was war nur los? Wo war er? Ganz vorsichtig blinzelte er mit halb geschlossenen […] Weiterlesen

Das gute Leben

Irgendjemand hatte mir mal gesagt, dass das gute Leben, das wir führen, nur dazu diene, uns vom Schmerz abzulenken. Ich bin mir nie sicher gewesen, ob das stimmte, doch heute war ich mir sicher. Mit gesenktem Haupt trat ich in die Suppenküche für Obdachlose und zwang mich dann, mich umzusehen. Ja, dachte ich mir, als ich all die gescheiterten Existenzen beobachtete, es stimmte wohl tatsächlich. Jetzt wäre ich wirklich froh gewesen, wäre Dr. Who aufgetaucht und hätte mich in seiner Tardis irgendwo und irgendwann hin mitgenommen, doch natürlich würde er nicht kommen.
Ich hatte Angst, irgendwie war für mich das Überschreiten der Schwelle zur Suppenküche ein offizielles Eingeständnis meines Abstiegs. Ich mochte vielleicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten leben, doch was viele vergaßen war, dass das Spektrum […] Weiterlesen