S05E06 | Special zur hundertsten Episode | Schlafen, Essen, Sterben

Wir möchten euch herzlich zur sechsten Episode der fünften Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „Schlafen, Essen, Sterben“ von Rahel. Es gibt neunundneunzig Gründe, weshalb ein Gratisfrühstück skeptisch machen sollte. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Hunderter, Hundertstelsekunde, Jahrhundert, Hundertmeterlauf“ und „Hundertschaft“ vertextet und sie spielt am Setting „Hundertstes Zimmer“. Die Sprecherin dieser Episode ist Stephanie Preis. […] Weiterlesen

Special zu Rahels hundertster Story | Schlafen, Essen, Sterben

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Seufzend, nein, ächzend warf er seinen ungeschickt gepackten Rucksack aufs Bett und ließ sich gleich danach neben ihm auf die Matratze fallen. Die Anreise hatte wirklich zu lange gedauert, dachte sie sich, währendem sie versuchte ihren von Zugstizen und Übernächtigung malträtierten Körper dazu zu bewegen, aufzustehen und sich auszuziehen. Solche Dinge sind manchmal ein wenig seltsam, da freut man sich stundenlang auf eine warme Dusche und kann an nichts anderes denken, als endlich aus den dreckigen Klamotten zu kommen und kaum hat man die Chance dazu, kann man sich kaum dazu motivieren, sich auch nur einen Meter vom Lehnsessel zu entfernen. […] Weiterlesen

Morituri te salutant

„Jep – da stehen wir“, murmelte Karen so, dass nur Jeff es hören konnte. Eigentlich hätte der Kommentar trocken klingen sollen, doch sie war sich alles andere als überzeugt, dass ihr dies gelungen war, zu heiser und unsicher schien sie ihre Stimme im eigenen Kopf zu hören, wie ein Echo ihrer selbst. Sie machte einen weiteren Schritt auf dem geradezu lächerlich flauschigen Roten Teppich, der für ihre ungewohnt hohen Bleistiftabsätze alles andere als geeignet war und versuchte, sich dabei nicht einen Knöchel zu brechen. Jeff lachte vor sich hin, blickte nach links und rechts und winkte mit seinem routinierten Gewinnerlächeln zu den beiden samtenen Absperrkordeln, die den Weg zum Tor flankierten. „Siehst du? Kein Problem, alles läuft bestens“, erklärte er zufrieden und blieb stehen, um sich ihr zuzuwenden. „Mach dir keine Sorgen, das klappt schon.“ […] Weiterlesen