Wir waren Helden

Lizzie konnte kaum atmen, schloss die Augen, umfasste die Knie mit den Armen, begann zu zählen; null, eins, zwei, drei … Langsam wurde es besser, die sortierte, numerische brachte Struktur, eine Illusion von Ordnung in ihr durcheinandergewirbeltes Leben. Sie begann im Takt zu den Zahlen mit dem Knöchel ihres linken Mittelfingers auf den Holzdielenboden zu pochen, ganz leise nur, vierzehn, fünfzehn, sechzehn …
Wohl wissend, wie unangebracht es in ihrem Alter von siebenunddreißig Jahren war, hatte Lizzie sich nichtsdestotrotz vor diesem neuerlichen Zerwürfnis ihrer Familie in das Poolhäuschen geflüchtet. Gewöhnlich bevorzugte sie es, sich aufs Klo zu setzen, hin- und herwippend zu pinkeln, ihre Atemübungen dazu machend, obschon jeder wusste, es wäre Suizid durch Vergasung, die Toiletten kurz nach Großvater aufzusuchen. „Dreiunddreißig“, […] Weiterlesen