S10E21 | Falsches Spiel in Schottland

Wir möchten euch herzlich zur einundzwanzigsten Episode der zehnten Staffel des Hörgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüßen. Sie basiert auf der Story „Falsches Spiel in Schottland“ von Rahel. Bei des Däumchens Juckerei, jemand Böses kommt vorbei; Auf der Bühne ist er frei, weil er der einzig wahre Macbeth sei. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Lichtausfall, Stromschlag, Diva, Schokolade“ und „Gürtel“ vertextet und sie spielt am Setting „Bühne“. Der Sprecher dieser Episode ist Clemens Weichard. […] Weiterlesen

Zahltag

Vortag

Ein aufregender Tag wartete auf mich, womöglich der wichtigste meines Lebens und das alles verdankte ich Neumanns Einfall. Zu schade, Neumann würde das Resultat seiner Arbeit nie sehen, hätte die Feinheiten meiner Ausführung bestimmt zu schätzen gewusst. Es gab wenige, die meine Pläne kannten, weniger, die mich deshalb weder für skrupellos, noch verachtenswert hielten, es war daher verständlich, dass mir der Alte irgendwie fehlte.
„Komm heim“, rief meine bessere Hälfte durch den Telefonhörer. „Du musst dich ausruhen.“
„Ach, Schatz.“ Neumann hatte mir dazu geraten, sämtliche privaten […] Weiterlesen

Falsches Spiel in Schottland

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Das Theater war seit jeher Rorys einziger Traum gewesen, bereits in der Grundschule hatte er gewusst, dass seine Zukunft im Rampenlicht stattfinden musste.
„Guten Tag“, brummte Stewart in seinen lohen Bart und schob ihm eine leere Kaffeetasse über den Tisch zu.
„Lange Nacht?”, erkundigte sich Rory nicht minder griesgrämig, woraufhin ihn der andere aus geränderten Augen anfunkelte. Stewart war eine Karikatur eines drittklassigen Schauspielers. Seine teure Ausbildung hatte lediglich seiner Überheblichkeit, nicht aber seinem Talent genützt. Immerhin verzichtete er auf belanglosen Kaffeeklatsch. „Ist Ainsley schon da?“, fragte Rory und schenkte Stewart eine Tasse seiner Spezialmischung nach. […] Weiterlesen

Wissen ist Macht | Zu gut, um wahr zu sein

Dies ist der 2. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

Unauffällig betrat Cal den Raum und sah sich um. Die Supermarkttoilette war fast leer, nur ein anderer Mann stand vor dem Spiegel und wusch sich die Hände, während er die Melodie des Evergreens summte, die in erträglicher Lautstärke die ganze Mall berieselte. Cal schlenderte an dem Fremden vorüber und ging entlang der Reihen von Toilettenkabinen weiter nach hinten, bis er bei der letzten ankam. Er trat ein und war positiv überrascht, wie sauber das Klo war. Der Duft nach Putzmittel kitzelte ihn in der Nase, während er den Deckel herunterklappte und sich darauf setzte. Er war nicht zum offensichtlichen Zweck hier, sondern um jemanden zu treffen, jedoch war er noch etwas […] Weiterlesen

Leonie die Anfängerin

Er ärgerte sich ein klein wenig darüber, dass sein Körper auf seichten Alternativrock reagiert hatte, als er das Wippen seines Fußes endlich bemerkt hatte und verdrehte kurz die Augen, bevor er einen weiteren Schluck seines Americanos trank. Leonardo wartete seit geschlagenen vierzig Minuten auf jemanden und hatte sich bisher die Zeit damit vertrieben, alte Ninja-Turtle Folgen auf seinem iPad anzusehen, doch das Ding hatte mittlerweile den Geist aufgegeben und einen einfachen Akkuwechsel konnte man von diesem Mistgerät natürlich nicht verlangen. Also hatte er sich einen weiteren Kaffee geholt und vergeblich versucht, das lakonisch dreinschauende Mädchen hinter dem Tresen in ein Gespräch zu verwickeln, bevor er sich mit einem Blaubeermuffin, welchen er nicht zu essen plante, wieder auf den abgewetzten Ledersessel fallen ließ. Natürlich war er etwas […] Weiterlesen

Willkommen im Schlaraffenland

Das Fenster gab den Blick frei auf eine saftig grüne Wiese, auf der mehrere Kühe weideten. Die leicht hügelige Landschaft wurde von einer dicken, grauen Nebeldecke eingehüllt, die nur wenig des spätnachmittäglichen Herbstlichts hereinließ. Ein Zug der S 55 tuckerte gemächlich durch die nur dünn besiedelte Landschaft, ganz so als schien er den Begriff „S-Bahn“ verhöhnen zu wollen. Hier draußen, in der Umgebung von Niederhasli, Oberglatt und Niederweningen, im Niemandsland der fantasielosen Ortsnamen, der fast schon unangenehm grünen Wiesen und der Schlafdörfer, lag der Bauernhof. Der Hof, auf dem ich nun arbeitete, wenn man das denn so nennen wollte, und aus dessen Küche ich nun den Blick über die Gegend schweifen ließ und meinen Gedanken nachhing. Das versprochene Schlaraffenland, ging es mir nicht ohne einen […] Weiterlesen