S11E17 | 233541 – Mein Name ist Yitzhak!

Wir möchten euch herzlich zur siebzehnten Episode der elften Staffel des Hörgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüßen. Sie basiert auf der Story „233541 – Mein Name ist Yitzhak!“ von Rahel. Die Birken ragen ähnlich furchteinflößenden Geistern aus dem Schnee, ihre schwarzweiße Rinden berichten makabre Geschichten von Ruß und Asche. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Wundpflaster, Tannenzapfen, Velo, Hundeohr“ und „Fiakerfahrer“ vertextet und sie spielt am Setting „Birkenwald“. Der Sprecher dieser Episode ist Dennis Prasetyo. […] Weiterlesen

Glückstreffer

Diese Geschichte spielt im erweiterten Universum „In ferner Zukunft“.

„Erinnere mich bitte: Warum sind wir hier?“, beschwerte sich Porter durch den Schlamm staksend. Wehmütig sah er sich in dem längst überwucherten Zwinger um und war froh, waren sämtliche Käfige geöffnet und keine Hundeskelette darin. Sein Begleiter, Rhys, ließ sich auf einer rostenden Metallbox nieder und starrte auf die in der Sommerhitze flimmernde Straße. „Ich sage, wir legen eine Pause ein.“
„Prima Idee.“ Porter machte es sich neben dem Kameraden bequem und kramte seine Wasserflasche aus dem Rucksack. „Diese Sache war ein Reinfall.“
Trocken lachend stimmte ihm Rhys zu. „Ja, schlimmer als deine […] Weiterlesen

233541 – Mein Name ist Yitzhak!

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Du kauerst unter einer Birke, klammerst dich zitternd an ihren dünnen Stamm. Vorhin habe ich ihre Stimmen vernommen, in ihren Stiefel walzten sie zackig durchs Unterholz, eilten an uns vorüber. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass unser Verschwinden so schnell auffällt, hoffte, es käme frühestens beim morgendlichen Appell zur Sprache. Was unser Ausbruch für die anderen, unsere Freunde und Leidensgenossen, bedeutet, ist mir klar. Ich denke kaum mehr daran, wegen dir.

„Efim, sei still“, befehle ich dir im Flüsterton. Du gehorchst, verschluckst dein Wimmern und gewährst mir, dich ins kalte Weiß zu drücken. Erst heute […] Weiterlesen

Patreon-Bonus | Der Teufel tanzt im Kreis

Dies ist eine Bonus-Story, ein Dankeschön für unsere Patreon-Unterstützer. Wer Zugang zu diesem und vielen weiteren exklusiven Inhalten haben möchte, kann sich jederzeit auf Patreon als Clue Writing Unterstützer registrieren und das Passwort erhalten. Selbstverständlich bleiben alle regulären Inhalte von Clue Writing kostenlos verfügbar. Um die Geschichte zu lesen, gebt bitte euer Passwort ins unterstehende Feld ein:

Der Kinobesuch der alten Dame

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Diese Kurzgeschichte erschien im Rahmen der vierten Clue Writing Challenge.

Dies ist die Geschichte, wie ich ein Leben rettete.

Alles begann vor einigen Jahren. Ich hatte gerade erst meine Polizeiausbildung abgeschlossen und war stolz darauf, mit meinen Kollegen auf den Straßen Baltimores meine Pflicht erfüllen zu dürfen. Es waren schöne Zeiten für mich, meine Liebste war schwanger mit unserem ersten Sohn, der Umzug in unser gemeinsames Haus war ohne Zwischenfälle vonstattengegangen, sogar unsere Schulden waren, ihren Eltern sei Dank, […] Weiterlesen

Grund zum Lächeln

Zaghaft taste ich mich auf dem Schotter voran. Mich begleitet die unbehagliche Vorstellung, ich könnte mit dem losen Gestein in die Tiefe stürzen, im Tal zerschellen. Wieso? Wieso fürchtet sich mein Herz vor dem, was es begehrt? Weil das Zerspringen an Felswänden nicht meiner Vision entspricht? Es ist viertel nach sechs Uhr an einem Samstagmorgen. Einige Vögel singen, aus der Ferne dringt Wasserfalldonnern an meine Ohren, es rauscht durch meine Adern und versickert irgendwo in den Ecken meines Verstandes. Seit Montag ist alles vorbereitet, besiegelt. Geplant war mein Vorhaben schon vor Jahren, Jahrzehnten vielleicht, wer weiß. Wahrscheinlich wird man sich eine Weile darüber unterhalten, bestimmt werden Vermutungen geäußert, Spekulationen gemunkelt. Schlussendlich werden die Leute den heutigen Tag vergessen. Der Berghang hoch über […] Weiterlesen

Nikolaus-Special | One Way Ticket to Paradise

Die anderen halten sich gerne im Greenhouse auf, haben sogar einige Regale umgestellt, damit sie zwei Loungesessel zwischen den Pflanzen platzieren konnten. Ich glaube, es liegt an den Tageslichtlampen, die das Gefühl von Heimat vermitteln. Für sie haftet etwas Wehmut am Gedanken an den blauen Planeten, der schwere Kloß im Magen, wenn sie einmal mehr verstehen, dass es kein Zurück geben wird. Ich hingegen bin nicht trotzdem, sondern genau deswegen hier, fühle mich befreit, wenn ich den winzigen, cyanfarben schimmernden Punkt am Firmament suche und weiß, dass ich nie wieder einen Fuß auf die Erde setzen werde. Das künstliche Tageslicht brauche ich nicht, ich bin zufrieden mit dem rostroten Glanz meines herbeigesehnten Exils.
Meine Mutter erzählte mir mit zwanzigminütiger Verzögerung, sie hätte heute einen […] Weiterlesen

Bis später, oder: Wanderungen eines Pragmatikers

„Rufus“, hörte ich meine keuchende Stimme rufen und ich wusste, dass ein unbemerktes Lächeln über meine Lippen zuckte, als die Ohren des kleinen Beagles hochschnellten. „Nun komm schon“, sagte ich überflüssigerweise, denn mein treuer Gefährte hing schon an meinen Fersen, stets bereit mir mit Mut und der notwendigen Portion Dummheit überall hin zu folgen. Sein struppiges Fell war vom feinen Staub der dürren Büsche bedeckt, in denen er sich herumgetrieben hatte und er schnupperte aufgeweckt, immer auf der Suche nach etwas, das seine ungebändigte Neugier wecken würde.
Rechts, nur wenige Zentimeter neben meinen Füssen, prasselte Geröll den Steilhang hinunter und ließ mich unter der grellen Mittagssonne an Hagel denken. Auf der […] Weiterlesen