Hus heimliche Heldentaten

Hu war entspannt, genoss die momentane Ruhe im Eulenhorst, im ganzen Wald. Sie streckte ihre Flügel, wobei ihre Gelenke nur so knackten und schnappte sich dann die Gießkanne, um die Geranien vor dem Horst-Eingang zu bewässern. Kaum hatte Hu die Fenster aufgemacht, war es mit ihrer Gelassenheit vorbei; sie konnte einige Waldameisen ausmachen, die singend an den Baumstamm pinkelten. „Verschwindet, ihr Banausen, das stinkt zum Himmel!“, uhute sie und kippte das abgestandene Gießwasser über die Störenfriede, ehe sie das Fenster zuschlug und entnervt zurück in die Küche stakste.
„Huhu-huhu“, schallte der Klingelton durch den leeren Horst und mit einem gebrummten „Auch das noch!“ kramte Hu ihr iPhone aus dem Federkleid. Das Display verriet ihr, dass der Anruf von Ha stammte, einer Kollegin, die am anderen Ende des großen Waldes […] Weiterlesen