Patreon-Bonus | Hexagon

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Wissen ist Macht | Epilog

Dies ist der Epilog zur Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

Es engt mir den Brustkorb ein, lastet schwer auf mir, droht, mich zu ersticken. „Steh auf“, befehle ich mir stumm, schaue mich flehend in der Bibliothek um und erkenne niemanden, bleibe letztendlich wie gelähmt sitzen. Eigentlich möchte ich niemanden sehen, niemanden sprechen, aber ich benötige Input, irgendwelche audiovisuellen Stimuli, die mich in die Realität zurückholen, mich meine soziale Verpflichtung zur perfekten Höflichkeit bewusst werden lassen und den Raum in meinem Kopf füllen, den eben Chaos, Kontrollverlust sowie eine endlose Abwärtsspirale der Lähmung eingenommen haben. […] Weiterlesen

Kopfkotzen

„Nein, Papa, ich bin schon da“, versuchte Luana ihren überfürsorglichen Vater abzuwimmeln, der sie sowie ihre Schwester trotz gehöriger Skepsis seitens seiner Familie alleine aufgezogen hatte – sehr gut, wie man hier anmerken könnte. „Ach was, es war ja nicht weit“, beruhigte sie seine Sorge, der kurze Fußmarsch von ihrer Stadtwohnung zur Notfallapotheke wäre für eine Vierundzwanzigjährige mit akutem Migräneanfall eine Zumutung gewesen. „Werde ich machen, ich versprech‘s dir.“ Sie trug eine große Sonnenbrille, sodass niemand ihr Augenrollen sehen konnte, als sie den Anruf beendete und ihr Smartphone zurück in die Tasche steckte. Allmählich wurde der grässliche Kopfschmerz eine dumpfe Hintergrundmusik zu Luanas Gedanken. Das brutale Hämmern, welches ein wenig an das Geräusch eines überdimensionalen […] Weiterlesen

Hoffe auf das Beste, aber bereite dich auf das Schlimmste vor | Barbara allein unterwegs

Dies ist ein Interludium zur Fortsetzungsgeschichte „Hoffe auf das Beste, aber bereite dich auf das Schlimmste vor“.

Als ich die ersten Berichte über die Lage in Kenia gesehen hatte, war ich gerade so sehr mit dem immer näherrückenden Abgabetermin für mein neues Buch beschäftigt gewesen, dass ich sie mehr oder weniger ignoriert hatte. Es war ein wenig so gewesen, wie einige Jahre zuvor, als Westafrika mit einem Ebola-Ausbruch zu kämpfen gehabt hatte. Während den ersten Tagen war die Medienlandschaft von Reportagen und Nachrichtensendungen über die Bedrohung und das Leid der betroffenen Bevölkerung dominiert worden, später war die Panik für eine Weile bis in unsere Region übergeschwappt und man hatte […] Weiterlesen

Pissorange

Mit tief ins Gesicht gezogener Wollmütze stapfte sie durch den Schnee, der ihr knapp bis zur Mitte der Wade reichte. So früh am Morgen schienen die Straßenlaternen noch und alles leuchtete in nebligem Pissorange. Als Piper die Ladenöffnungszeiten online nachgesehen hatte, war ihr ein Stein vom Herzen gefallen, die konnte den peinlichen Einkauf erledigen, bevor irgendjemand aufwachen würde. Am Ende der Straße lag sie, die kleine Metzgerei, deren Schaufenster im grellen Gegensatz zu der davorstehenden Laterne mit Natriumdampflampe bläulich blinkten. Sie ächzte, hielt an und rieb sich mit ihren behandschuhten Fingern die Nasenwurzel. „So tief bist du also schon gesunken“, jammerte die Stimme in ihren Gedanken, konnte sie schlussendlich aber doch nicht zum Umkehren bewegen. Entschlossen, dieses gottverdammte Geschäft so schnell wie […] Weiterlesen