Tagebücher und andere Dummheiten

Ein neuer Tag, neues Glück? Nein, nicht ganz, doch irgendwie so war mir das Sprichwort, das ich mir zu Herzen nehmen wollte, in Erinnerung. Ja, ich bin nun mal nicht gut mit Sprichworten. Damit muss man leben, oder wenn es einen ärgert, es ändern. Wie ihr sicher längst festgestellt habt, ärgert es mich nicht.
Nicht, dass je jemand mein Tagebuch lesen würde, also kann ich solchen Blödsinn hier reinkritzeln. Lebt damit, meine lieben, imaginären Zuhörer. Hach, jetzt würde ich gerne mit einem Satz fortfahren, der genug Pathos hat, um euch alle von euren fetten Hintern zu hauen, etwas wie: „Und in dem Moment begann ich zu ahnen, dass die Nachwelt mein Tagebuch minutiös studieren würde, um in das Hirn eines Serienkillers zu schauen.“ Da-Da-Dam! […] Weiterlesen

Gentrifizierung, oder: Der Angriff der Hipster

„Aus dem Weg, du Hipster-Trottel“, schrie Kassandra genervt und der zirka dreißigjährige Mann mit seinen überteuren Sportschuhen und im Marken-Karohemd, der vor ihr den Vitaparcours entlangjoggte, fuhr erschrocken zusammen und wandte sich verdutzt um. Bevor er etwas entgegnen konnte, war sie auch schon an ihm vorbeigerannt. Obwohl sie bereits ziemlich keuchte, machte sie unerbittlich weiter, machte einen Schritt nach dem anderen auf dem weichen Waldboden und konnte, während sie die kalte, feuchte Morgenluft des Waldes einatmete, die vielfältige Flora riechen, ein Duftspektakel ohnegleichen. Bei der nächsten Station, fand sie eine hoch angebracht Reckstange und vermutete, ohne die Anleitung gelesen zu haben, dass sie Klimmzugübungen machen sollte, also blieb sie etwas keuchend stehen. Sie lehnte sich […] Weiterlesen