S05E02 | Niederlage am Marsfeld

Wir möchten euch herzlich zur zweiten Episode der fünften Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „Niederlage am Marsfeld“ von Sarah. Es gibt Schlachten, die man nicht gewinnen kann. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Drosselklappe, Sphinx, Minirock, Blues“ und „Eibe“ vertextet und sie spielt am Setting „Eiffelturm“. Der Sprecher dieser Episode ist Klaus Neubauer. […] Weiterlesen

News | Unser Senf zum Anschlag auf die Meinungsfreiheit

Werter Clue Reader,

wir sitzen zwischen Tür und Angel, dem Verlangen unsere wahren Gedanken auszudrücken und dem Wunsch, uns durch unser Schweigen Unantastbarkeit zu erkaufen. Wir wollen uns weiterhin der Zuordnung verweigern, die Last der klaren Positionierung irgendwo fern von unseren öffentlichen Persönlichkeiten verstauben lassen und gleichzeitig unseren Senf über euer aller Abendmahl verteilen, ihn in die Gesichter derjenigen schmieren, auf deren Wege wir Legosteine sähen möchten.
Wer uns kennt, so richtig und ohne ständig freundliche Fassade, der weiss, dass unsere Herzen noch nie für politische Korrektheit geschlagen haben und wir uns nicht schämen, […] Weiterlesen

Niederlage am Marsfeld

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

„Hast du gewusst, dass man Nachtbilder von Paris nicht kommerziell nutzen darf, wenn der beleuchtete Eiffelturm drauf ist?“, fragte Amélie und sah von ihrem Fensterplatz auf die nächtliche Stadt hinunter und lauschte der Blues-Musik, die im Restaurant spielte. Einzelne Schneeflocken wehten in die Tiefe, doch es war zu kalt um wirklich zu schneien. Steven sah von seinem Teller auf und erkundigte sich: „Wieso?“ Er hatte sich längst daran gewöhnt, dass Amélie ein unerschöpflicher Brunnen an unnützem Wissen war und hatte seinen Spass daran, hier und da immer wieder zufällige Fakten zu hören zu bekommen.
„Ganz einfach“, erklärte sie und legte die Gabel weg, während sie sprach. „Die Firma, die […] Weiterlesen

Flucht aus Paris

Seine strohblonden Haare klebten noch immer strähnig an seiner Stirn und sein graublaues Hemd war das letzte Mal vor drei Tagen gebügelt worden. Hätte er einen kurzen Augenblick inne gehalten, hätte er bemerkt wie angreifbar er sich in dieser trostlosen Halle gefühlt hatte, aber dazu fehlte ihm die Zeit. Also marschierte er mit ausladenden, stechenden Schritten vorbei an den mit bröckelndem Stuck verzierten Säulen, vorbei an den kleinen Kioskläden, die wie verloren gegangene Inseln in der Bahnhofshalle trieben und direkt zu den kleinen Schaltern, die sich mittig vor den alten Geleisen befanden. Vor ihm stand ein älterer Herr, dessen Nacken sich in einer dicken Wulst über den Schultern verlor und der gemütlich einen Glimmstängel rauchte, während er darauf wartete, dass die Dame im roten Sommerkleid vor ihm ihr Ticket […] Weiterlesen