Wissen ist Macht | Das Ende

Dies ist der 8. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

„Los, weiter, Callahan!“ Der Wärter bugsierte mich unsanft die Treppe hinunter. In dem unbequemen Gefängnis-Overall fiel es mir schwer, das Gleichgewicht zu halten. Wütend stolperte ich voran, zu meinem eigenen Erstaunen ohne hinzufallen, und keifte über meine Schulter: „Ich bin kein Kunstturner, Arschloch!“
Zu gerne hätte ich gewusst, wieso man mich mitten in der Nacht in den Keller der Strafanstalt brachte, nachdem ich von Sirenen und Geschrei geweckt worden war. Ich verbrachte die letzten Tage, oder waren es Wochen, wie eine Kakerlake in einer fensterlosen Zelle und war mir nun unschlüssig, ob die Uhr zu meiner Exekution schlug. […] Weiterlesen

Wissen ist Macht | Nichts hören, nichts sehen

Dies ist der 7. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

„Wie kann man das ignorieren?“, ereiferte sich meine kleine Schwester. Charlene war seit ihrer Kindheit ein Dickschädel gewesen. „Sie wollen, dass wir jeden Blödsinn glauben, den sie uns vorsetzen, das muss man doch sehen. Ada, hörst du mir überhaupt zu?“
Tat ich nicht, schlicht und einfach weil ich nie hörte, wenn es darauf ankam.

„Nochmal von vorn“, stöhnte Frederique ungeduldig und entnervt durch meinen Ohrstecker. „Sonst sind mehrere Jahre Vorbereitung für die Katz!“
Marten klang alles andere als glücklich. „Ich tue, was ich kann.“ […] Weiterlesen

Wissen ist Macht | Um jeden Preis

Dies ist der 3. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

Ich rührte lustlos in meinem Grüntee, in den ich entgegen jeder Form des guten Geschmacks zwei Zuckerstücke geworfen hatte, doch irgendwie muss man ja wach bleiben und ich mochte den leichten Zuckerrausch. Ja, ich hatte ziemlich zugenommen im Lauf des letzten Jahres, dachte ich, während mein Blick auf den kleinen Wohlstandsbauch fiel, der sich unter meiner blauen Uniformjacke wölbte. Der ewige Stress, unzählige Sitzungen und Schlafmangel forderten ihren Tribut. Das milchige Licht des Wintermorgens fiel durch den nebligen Himmel in den Hinterhof, neben dem die Cafeteria des Regierungsgebäudes lag. […] Weiterlesen