S11E09 | Fünf Jahre und ein Weltuntergang

Wir möchten euch herzlich zur neunten Episode der elften Staffel des Hörgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüßen. Sie basiert auf der Story „Fünf Jahre und ein Weltuntergang“ von Sarah. Manchmal, nur manchmal, kann ein Ende auch ein Neuanfang sein. Diese Kurzgeschichte wurde nach einer Titelvorgabe verfasst. Der Sprecher dieser Episode ist Werner Wilkening. Diese Geschichte spielt in einem erweiterten Universum von Sarah. […] Weiterlesen

Über schwierige Worte und wer sie versteht

Karl Hubert von Zausenstein hockte zusammen mit Herr Herbert auf einer hellblauen Decke und zählte an seinen Fingern die Anzahl Spinnweben ab, die er von seinem Platz im Halbdunkel ausmachen konnte. Wie üblich glaubte seine Mutter, er höre sie nicht, meinte, sein Verstand sei ohnehin unfähig, die Situation zu erfassen. Sie täuschte sich, denn Karl Hubert Zausenstein hatte keinerlei Zweifel daran, was im Wohnzimmer vor sich ging.
Sein Stofftier unter den Armen hochhebend deutete er auf eine besonders fette Spinne und gerade als er Herberts Knopfnase unsanft gegen den ausgetrockneten Achtbeiner stieß, donnerte es hinter der Wand: „Nein! Wie konnte er mir das antun?!“
Herbert das Murmeltier fand das alles gar nicht so tragisch, aber Herberts […] Weiterlesen

S10E13 | Symphonie im Bunker

Wir möchten euch herzlich zur dreizehnten Episode der zehnten Staffel des Hörgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüßen. Sie basiert auf der Story „Symphonie im Bunker“ von Sarah. Manchmal findet man auch nach dem Ende der Welt noch Zeit für Musik. Diese Kurzgeschichte wurde nach einer Titelvorgabe verfasst. Der Sprecher dieser Episode ist Werner Wilkening. Diese Geschichte spielt in einem erweiterten Universum von Sarah. […] Weiterlesen

Von Pflanzen und Zombies

Diese Kurzgeschichte erschien im Rahmen der sechsten Clue Writing Challenge.

Ich mag sie, diese ruhigen Momente, in denen ich die Herbstsonne im Wald genieße, friedvoll, sorglos. Fast sorglos, denn mich mit etwas anderem als dem aktuellen Problem zu befassen, wäre nicht allein dumm, sondern ebenso leichtsinnig, daher nehme ich den Bleistift zur Hand und widme mich wieder meinen Plänen. Meine Konzentration ist flüchtig, zu angenehm ist es hier draußen, eine willkommene Abwechslung vom Trott des Alltags. Also zwinge ich mich […] Weiterlesen

Die allerletzten Eidgenossen

Fortsetzung und Schluss zu: „Die letzten Eidgenossen“.

Höhle, [Lage Geheim], Schweiz, 1. August 2083

„Ich sehe etwas, was du nicht siehst und das ist …“
Martin, dem das Spiel gehörig auf den Kieker ging, unterbrach seinen Kameraden: „Alles außer das, bitte!“
„Okay“, seufzte Basil und musterte die Dose, die er in der Hand hielt. „Bohnen. Ich sehe Bohnen.“
Martin starrte demotiviert in die Flammen des kleinen Feuerchens. „Und […] Weiterlesen

Special zum fünfjährigen Jubiläum | Fünf Jahre und ein Weltuntergang

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Diese Geschichte spielt im erweiterten Universum „In ferner Zukunft“.

„Fünf Jahre ist es her, seit es seinen Anfang genommen hat. Die glühende Sonne ist auf- und untergegangen, der Wüstensand steckt jeden Tag in meinen verfluchten Schuhen und Jahreszeiten verwandelten sich in eine Erinnerung aus einer weit entfernten Epoche meines Lebens. Ich hätte mir einen schöneren Ort als diese Staubschüssel für mein Exil aussuchen sollen, doch dazu ist es zu spät, ich bin hier gestrandet.“
„Bist du ein Poet oder so?“, will der grobschlächtige Kerl wissen, der sich an die Bartheke lehnt. Ich gluckse müde und entgegne: „Nein, betrunken.“
„Ist dasselbe“, gibt er schulterzuckend zurück und stürzt seinen Agavenschnaps in einem […] Weiterlesen

Meine Streifen sind (nicht) heilig

Die morgendlichen Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Wolkendecke, zauberten flackernde, wirbelnde Lichtpunkte in die staubige Stallluft. Zina das Zebra schnaubte verschlafen und schüttelte sich dann ausgiebig, ehe sie ihre schwarzen Nüstern aus dem Fenster rekte. Sie war erst wenige Tage hier, hatte allerdings bereits gelernt, dass sie am Morgen meist die erste war, die dem Träumen überdrüssig wurde. Die anderen Bewohner dieses ihr fremden Ortes schlummerten lieber länger, was Zina dem Zebra nichts ausmachte, immerhin konnte sie dadurch einige ruhige Minuten verbringen. Der Mann, der sie im Zirkus abgeholt hatte, erzählte ihr auf dem Weg zum Trailer, er brächte sie an einen wundervollen Flecken der Erde, wo es keine Sorgen gäbe, auf einen Gnadenhof. Zina das Zebra hatte schon als Fohlen Gerüchte darüber gehört, […] Weiterlesen

Symphonie im Bunker

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Diese Geschichte spielt im erweiterten Universum „In ferner Zukunft“.

Nani prallte mit ihrem Kampfstiefel gegen einen Stein und fiel flach auf die mit hohen Gräsern sowie Haselstauden bewachsene Überführung. „Verfluchte Scheiße“, keuchte sie und horchte angespannt. Bis auf den zwischen den zerfallenden Hochhäusern hindurchpfeifenden Wind war nichts zu vernehmen; sie musste ihre Verfolger abgehängt haben. Vorsichtig erhob sich die Soldatin, zog ihre abgewetzte Uniformjacke enger und sah auf die Berge, auf denen bereits erster Schnee lag. Sie spazierte zum Geländer der bröckeligen Brücke, lehnte sich an den Beton und genoss die […] Weiterlesen

Gaststory | Schlaf, Monster, schlaf

Menschen träumen. Sie träumen von schönen Dingen, von einer rosigen Zukunft oder sie träumen des Nachts wirres Zeug. Manchmal plagen sie Albträume, doch es gibt auch Menschen, die träumen nichts. Nie mehr! Sie sind die Beraubten, die Ausgestoßenen und jeder spürt es, selbst, wenn sie es niemandem erzählen. Etwas Unheimliches haftet an ihnen. Eine unangenehme Leere, die in ihrem Blick liegt, ins Unterbewusstsein ihrer Mitmenschen kriecht und sie rastlos zurücklässt.
Doch die, die heute traumlos sind, waren nicht immer so. Einst flogen ihre Gedanken höher, waren rosaroter und nur selten von Ängsten begleitet. Und dann kam sie … plündernd, raubend, quälend! […] Weiterlesen

Road Trip | Mutters Schande

Dies ist der 3. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Road Trip“.

Mein knochiger Finger berührt den Pause-Button des CD-Players und bringt die Musik zum Verstummen, ehe ich die Scheinwerfer des alten Wagens ausmache und ihn möglichst unauffällig, also durchaus auffällig, mitten auf der Hauptstraße der Geisterstadt zum Halten bringe. Mit einem Knirschen traktieren dabei die Reifen einige kleine Steine, die früher einmal, damals, als es noch Postkutschen gab, zur Wand des „General Store“ gehörten. Seit Äonen lebt an diesem Ort niemand mehr außer einigen Eidechsen und Nattern, die sich tagsüber auf den Ruinen sonnen; ein gutes Versteck. Anders als die Wüstentiere, die Sonnen- der Mondeshitze vorziehen, in erster Linie, weil der Mond alles […] Weiterlesen