Tod von oben

Dies ist Sarahs Teil einer Kurzgeschichten-Kollaboration. Rahels Story findet ihr hier.

„Toby“, scheppert eine männliche Stimme ungehalten in meinen Headset-Kopfhörern. „Wo zum Teufel steckst du?“ Rasch lasse ich den Controller los und drehe die Laustärke herunter, bevor meine Gehörgänge bleibenden Schaden nehmen. Mein Helikopter gleitet weiter, wie mir ein Blick auf den Fernseher bestätigt. Gerade, als ich den Controller wieder zur Hand nehmen will, fällt mir mein linker Sneaker auf, dessen Schnürsenkel aus unerfindlichen Gründen offen sind. Ich ergreife sie und will sie zubinden, entscheide mich dann aber anders und ziehe die Schuhe aus, ehe ich es mir im Schneidersitz bequem […] Weiterlesen

In den Kopf!

Dies ist Rahels Teil einer Kurzgeschichten-Kollaboration. Sarahs Story findet ihr hier.

„Toby“, blaffe ich ungehalten ins Headset. „Wo zum Teufel steckst du?“ Behände weiche in einem heranrasenden Auto aus, rolle mich über den Terrassenabsatz und ziehe meine Lieblingswaffe, einen veralteten Karabiner, noch bevor ich auf dem Sand lande. Der erste Schuss geht ins Nirgendwo, der zweite zerschlägt den Scheinwerfer und der Dritte trifft sein Ziel, den Schädel des Fahrers. In der Verbindung knackt es, dann meldet sich Toby spöttisch: „Wieso? Kommst du ohne mich schlecht klar?“ Gepresst weise ich ihn an, kurz zu warten, erledige einen Scharfschützen auf dem Kioskdach an der Promenade und […] Weiterlesen

S02E18 | Corpus Delicti

Wir möchten euch herzlich zur achtzehnten Episode der zweiten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „Corpus Delicti“ von Sarah. Mit Frankies Familie ist nicht zu spassen, weder in der Neuen, noch in der Cyber-Welt. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Cyberpsychologie, Schlafmangel, Erinnerungslöschtaste, Bügeleisen“ und „Holzfällerhemd“ vertextet und sie spielt am Setting „Beweismittellager“. Der Sprecher dieser Episode ist Klaus Neubauer. […] Weiterlesen

Corpus Delicti

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

„Nicht links, Mann – rechts!“, zischte Frankie genervt. Eigentlich hiess er Francesco, doch hier nannten ihn alle nur Frankie, das war das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und gar wenn man zur Familie gehörte, ließ man den alten Namen zurück. Sein Partner bei diesem Job, Mario, war aus seiner Sicht nicht das hellste Licht im Verein, doch wenn Don Caravaggio entschieden hatte, dass Mario diesem Job gewachsen war, dann gab es keinen Anlass, daran zu zweifeln ­– erst recht nicht, weil der Don nicht mit sich diskutieren ließ. Mario schlurfte zurück nach rechts, den endlos anmutenden Reihen von Regalen lang, mit denen das Beweismittellager vollgestellt […] Weiterlesen