Hoffe auf das Beste, aber bereite dich auf das Schlimmste vor | Beagle

Dies ist ein Interludium zur Fortsetzungsgeschichte „Hoffe auf das Beste, aber bereite dich auf das Schlimmste vor“.

„Testsubjekt Oscar, Lima und Quebec weisen erste Anzeichen der …“ „… signifikante Veränderungen der Wucherung am …“ „… Verhaltensauffälligkeiten. Das Subjekt erreicht Stufe vier auf der …“

Er streichelt einen Beagle. Das Tier schläft ruhig auf seinem Schoß, atmet leise ein und aus. Ein und aus, während die Bildschirme zeigen, was mit ihnen allen geschehen wird. Ein und aus. Die Welt, sie steht in Flammen und Juan soll sie löschen. Deswegen […] Weiterlesen

Nikolaus-Special | One Way Ticket to Paradise

Die anderen halten sich gerne im Greenhouse auf, haben sogar einige Regale umgestellt, damit sie zwei Loungesessel zwischen den Pflanzen platzieren konnten. Ich glaube, es liegt an den Tageslichtlampen, die das Gefühl von Heimat vermitteln. Für sie haftet etwas Wehmut am Gedanken an den blauen Planeten, der schwere Kloß im Magen, wenn sie einmal mehr verstehen, dass es kein Zurück geben wird. Ich hingegen bin nicht trotzdem, sondern genau deswegen hier, fühle mich befreit, wenn ich den winzigen, cyanfarben schimmernden Punkt am Firmament suche und weiß, dass ich nie wieder einen Fuß auf die Erde setzen werde. Das künstliche Tageslicht brauche ich nicht, ich bin zufrieden mit dem rostroten Glanz meines herbeigesehnten Exils.
Meine Mutter erzählte mir mit zwanzigminütiger Verzögerung, sie hätte heute einen […] Weiterlesen

Warten auf die Zukunft

Durch die gläsernen Wände des Konferenzraums drangen die gedämpften Stimmen der Sitzungsteilnehmer, die seit nun beinahe einer Stunde auf die Ankunft des Konzernchefs warteten und langsam ungeduldig wurden. Ich war noch nie im Leben so nervös gewesen, nicht einmal damals, als ich im Abschlusstheater der neunten Klasse die Hauptrolle gespielt hatte. Allein beim Gedanken daran, da reinzumarschieren und mich vor diese Leute zu stellen zu müssen, verkrampften sich meine Muskeln und mein Magen drehte sich um, so dass ich fürchtete, ich würde jederzeit entweder zusammenbrechen wie ein Klappstuhl, oder die Penne Arrabiata, die ich zum Mittagessen hatte, über den Boden verteilen. Und ich konnte beinahe fühlen, wie die Erwartungen der Herrschaften hinter der Glaswand mit jeder Minute Wartezeit, die verstrich, immer grösser und grösser wurden. […] Weiterlesen