Patreon-Bonus | Wo ist das Lama, Vincent?

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Gaststory | Papier

„Günther, das Ministerium ist hier.“ Er sah auf und seine Sekretärin machte Platz für den strammen Mann.
Specht“, sagte der Mann zackig mit piepsender Stimme. Seine schwarze Uniform zeichnete ihn eindeutig als Mitarbeiter des Ministeriums für Effizienz und Verschwendung aus. Auf seiner Brust die silberne Mine eines Bleistifts. Specht stellte sich mit gestrecktem Rücken vor seinem Schreibtisch und wartete, während Günther sich an der Tischplatte hochdrückte. Sein Stuhl knackte, er hatte schon lange keinen neuen mehr bestellt — bloß keine Verschwendung. Er reichte dem Mann die Hand. Natürlich schüttelte er sie nicht. Effizienz – nur kurz nicken.
Günthers Herz begann zu schlagen, zu schnell, zu energieverschwendend und Spechts […] Weiterlesen

Wasser ist flüssiger als Blut

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Zwölf lange Jahre hatten sie sich vorbereitet, jede Einzelheit bis ins Detail geplant, waren dem Beispiel ihres großen Vorbildes gefolgt, hatten dessen Vorlagen ausgefeilt, verbessert, perfektioniert. Und nun DAS! Schnaubend stapfte Benjamin durch den schmalen Flur im Obergeschoß seines Hotels. Blanke Wut mischte sich mit Verzweiflung, er musste sich beherrschen, um nicht entweder eine Wand mit seinen bloßen Fäusten einzuschlagen oder sich schluchzend auf den bunt gemusterten Teppich zu werfen. Er entschied sich für keine der beiden Optionen, sondern zwang sich dazu, einige Male tief durchzuatmen und anschließend seinen Geschäftspartner anzurufen.
„Howard, wir haben ein Problem“, informierte er stoisch und fügte an: „Komm sofort her.“ Der mintgrüne Hörer landete scheppernd auf der Gabel, ehe der andere die Möglichkeit […] Weiterlesen

Wissen ist Macht | Das Ende

Dies ist der 8. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

„Los, weiter, Callahan!“ Der Wärter bugsierte mich unsanft die Treppe hinunter. In dem unbequemen Gefängnis-Overall fiel es mir schwer, das Gleichgewicht zu halten. Wütend stolperte ich voran, zu meinem eigenen Erstaunen ohne hinzufallen, und keifte über meine Schulter: „Ich bin kein Kunstturner, Arschloch!“
Zu gerne hätte ich gewusst, wieso man mich mitten in der Nacht in den Keller der Strafanstalt brachte, nachdem ich von Sirenen und Geschrei geweckt worden war. Ich verbrachte die letzten Tage, oder waren es Wochen, wie eine Kakerlake in einer fensterlosen Zelle und war mir nun unschlüssig, ob die Uhr zu meiner Exekution schlug. […] Weiterlesen

Nukleare Nachtschicht

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Müde lasse ich mich auf den Bürostuhl fallen, zum werweißwievielten Mal heute. Der ewige Kreislauf von auf den Bildschirm starren, Kaffee trinken und Zigaretten rauchen zollt seinen Tribut in der Form einer leichten Magenverstimmung und weniger leichten Kopfschmerzen. Ob der Pizzakurier wohl auch zu einem Kernkraftwerk liefert, das mitten im Nirgendwo steht? Ich könnte argumentieren, der Verwaltungssitz von unserem Energiekonzern liege im selben Gebäude. Vermutlich würde die Furcht, einen Großkunden zu verlieren, den Manager ausreichend anspornen, einen Teenager auf einem Moped mitten in der Nacht durch die Dunkelheit tuckern zu lassen. Voller […] Weiterlesen

Mittwochabend

Warnung: Diese Kurzgeschichte enthält Szenen, die auf einige Leser beunruhigend wirken könnten. Mehr zu unseren Warnungen sowie wann und weshalb wir sie anwenden, erfahrt ihr in unseren FAQ.
Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Henry war vor einer Stunde nach Hause gekommen, drei Tage früher als geplant. Die Konferenz war zu seinem Erstaunen nicht bloß besser als befürchtet vonstattengegangen, sondern hatte die Erwartungen aller Beteiligten um Längen übertroffen. Gut gelaunt hatte der Mittvierziger die Haustür aufgerissen, seinen Herbstmantel auf die Garderobe geworfen und […] Weiterlesen

Nummer Einundsechzig

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Wir alle wissen, wie Geschichten enden, bei denen ein verwahrloster Kerl mit Reiserucksack und einem Messer in der Hand auf ein Grundstück einbricht: Früher oder später gibt es keine Fortsetzung, außer im Stil einer „Law & Order“ oder Real-Crime-Doku. Nun, meine Story endet nicht ganz so, wie ihr erwarten würdet. Obwohl icheingebrochen bin, habe ich weder den Mann gefoltert noch die Frau vergewaltigt, denn ich bin wohl der netteste Einbrecher des Landes: Ich habe lediglich im Gartenhäuschen übernachtet und mit meinem Messer einen Apfel geschält (wieso sollte ich sonst ein Messer zur Hand nehmen?) und wurde nicht einmal von einem übereifrigen Cop erschossen. Wie auch immer, beginnen wir von vorn … […] Weiterlesen

Gaststory | Schlaf, Monster, schlaf

Menschen träumen. Sie träumen von schönen Dingen, von einer rosigen Zukunft oder sie träumen des Nachts wirres Zeug. Manchmal plagen sie Albträume, doch es gibt auch Menschen, die träumen nichts. Nie mehr! Sie sind die Beraubten, die Ausgestoßenen und jeder spürt es, selbst, wenn sie es niemandem erzählen. Etwas Unheimliches haftet an ihnen. Eine unangenehme Leere, die in ihrem Blick liegt, ins Unterbewusstsein ihrer Mitmenschen kriecht und sie rastlos zurücklässt.
Doch die, die heute traumlos sind, waren nicht immer so. Einst flogen ihre Gedanken höher, waren rosaroter und nur selten von Ängsten begleitet. Und dann kam sie … plündernd, raubend, quälend! […] Weiterlesen

Special zu Rahels zweihundertster Story | Reingewaschen von Menschlichkeit

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

„Sir, die Truppen warten auf Anweisungen.“ Mac brachte kaum mehr als ein heiseres Flüstern zustande. „Sir?“
„Ich habe verstanden, Mac“, unterbrach er den General der Armee. „Wir wissen beide, was zu tun ist. Ich will bloß eine Weile warten, bevor … bevor ich Zweihunderttausend Männer in den Tod schicke.“ Der Präsident wandte sich ab und ging einige Schritte auf das massive Panoramafenster zu. Niemand wollte solch eine Entscheidung treffen, gleichgültig in welcher Lage, dennoch sah er sich nun genau mit dieser schrecklichen Bürde konfrontiert. […] Weiterlesen

Road Trip | Links dahinter, stets mit Abstand

Dies ist der 2. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Road Trip“.

Irgend so ein Hipster-Arschloch hat Hüttenkäse in mein Eiersalat-Sandwich geschmuggelt! Ich bin so in Rage, muss mich erstmal beruhigen, gleich bersten meine Neuronen! Du weißt, von was ich spreche, oder? Auf meinen Reisen haben sich mir Abgründe aufgetan, die ganze Familien verschlagen, ich habe menschliche Überreste gesehen, die an ein Fünfhundert-Teile-Puzzle erinnerten, nur, nichts ist so schlimm wie Hipster! Ich hasse sie mit jeder Faser meines Seins. Jetzt wollen diese Alles-Ironisch-Nenner sogar meiner Wenigkeit solche Abscheulichkeiten wie Hüttenkäse unterjubeln!

Du wunderst dich sicher, was ich seit unserem letzten Gespräch (oder war es ein […] Weiterlesen