Advents-Special | Angriff auf dem Block

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Diese Kurzgeschichte erschien im Rahmen der dritten Clue Writing Challenge.

Ich habe immer geglaubt, Weihnachten sei etwas Besonderes, ein Fest der Ruhe, des Friedens. Nun ja, zumindest bisher hat mir die Erfahrung Recht gegeben und so verwundert es nicht, dass ich auch dieses Jahr nicht auf eine handfeste Schlacht vorbereitet war – mein bisher schlimmster und vermutlich letzter Fehler. Den Kometen am Himmel zu sehen war keine […] Weiterlesen

S02E07 | Sommer-Special | 107 Minuten | Lea und der Scherbenhaufen

Wir möchten euch herzlich zur siebten Episode der zweiten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „107 Minuten – Lea und der Scherbenhaufen“ von Rahel und Sarah und ist der siebte und letzte Teil unseres siebenteiligen Sommerspecials. Am Ende bliebt nur noch die Möglichkeit, alle Scherben einzusammeln – wenn man den wüsste, dass es Scherben gibt. Der Sprecher dieser Episode ist chunkie.

S02E05 | Sommer-Special | 107 Minuten | Remo und die Kreuzung

Wir möchten euch herzlich zur fünften Episode der zweiten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „107 Minuten – Remo und die Kreuzung“ von Sarah und ist der fünfte Teil unseres siebenteiligen Sommerspecials. In jeder Beziehung gibt es Probleme, doch nicht jede treibt den einen Partner auf die regennasse Strasse. Die Sprecherin dieser Episode ist Annika Gamerad.

S02E01 | Sommer-Special | 107 Minuten | Lydia und das Telefonat

Wir möchten euch herzlich zur ersten Episode der zweiten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüssen. Sie basiert auf der Story „107 Minuten – Lydia und das Telefonat“ von Sarah und ist der erste Teil unseres siebenteiligen Sommerspecials. Es gibt Anrufe, die man besser nicht annehmen sollte, was man jedoch nicht zum Vornherein wissen kann. Die Sprecherin dieser Episode ist Inger Kurowiak.

Nicht lustig!

„Du findest das lustig?“, flüsterte Maddie empört, zog mich von den Trauergästen weg und verschränkte dann ihre Arme vor der Brust. Ich wusste, dass es nur eine richtige Antwort auf ihre Frage gab, die Unwahrheit, also schüttelte ich schuldbewusst den Kopf.
„Wieso sagst du denn so etwas Fürchterliches?“ Die feinen Linien auf ihrer Stirn glätteten sich langsam und ich wartete so lange ab, bis sie ganz verschwunden waren, bevor ich antwortete. „Ich hab es nicht so gemeint, entschuldige bitte.“
Uns beiden musste klar sein, dass ich nicht ehrlich war, das war ich nie, wenn um solche Dinge ging. Und so wie immer akzeptierten wir diese Tatsache schweigend, nahmen es einfach hin, dass ich immer lügen würde und sie ewig die Stimme meines Anstandes würde sein müssen. […] Weiterlesen

Ego

Jan mochte es nicht, sich mit Hilberträumen zu befassen. Nicht etwa, weil er eine rational begründbare Abneigung dagegen hätte, sondern lediglich wegen einer inneren Dissonanz, die er nicht in Worte fassen konnte. Natürlich war das vollkommen widersinnig, doch es hielt ihn nicht davon ab, sich trotzdem in dem Maße mit ihnen zu beschäftigen, welches in seinem täglichen Leben von ihm gefordert wurde, also machte es ihm nichts aus. Die Tatsache, dass er sich als Plattenleger nicht um Hilberträume, Orthonormalbasen oder das zornsche Lemma kümmern musste, war sicher förderlich für seine zufriedene Gleichgültigkeit. Aus demselben Grund konnte er sich auch eine gewisse Ignoranz bezüglich des ersten Weltkrieges leisten, für den er sich nun wirklich überhaupt nicht interessierte, egal wie oft ihm die Signifikanz dieses schmutzigen Grabenereignisses […] Weiterlesen

Special zu Rahels hundertster Story | Schlafen, Essen, Sterben

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Seufzend, nein, ächzend warf er seinen ungeschickt gepackten Rucksack aufs Bett und ließ sich gleich danach neben ihm auf die Matratze fallen. Die Anreise hatte wirklich zu lange gedauert, dachte sie sich, währendem sie versuchte ihren von Zugstizen und Übernächtigung malträtierten Körper dazu zu bewegen, aufzustehen und sich auszuziehen. Solche Dinge sind manchmal ein wenig seltsam, da freut man sich stundenlang auf eine warme Dusche und kann an nichts anderes denken, als endlich aus den dreckigen Klamotten zu kommen und kaum hat man die Chance dazu, kann man sich kaum dazu motivieren, sich auch nur einen Meter vom Lehnsessel zu entfernen. […] Weiterlesen

Bizarro-Blau

Hastig und reichlich ungeschickt strich ich meine Haare glatt, als ich ihn durch die zerkratzte Scheibe auf dem Bahnsteig entdeckte. Er trug eine khakifarbene Jacke, Jeans und seinen Rucksack, den er heute besonders schwungvoll über seine Schulter warf, während er auf das Trittbrett sprang. Grinsend winkte er mir zu, doch ich tat so, als hätte ich ihn nicht gesehen und blickte erst auf, nachdem er sich vor mir auf die Bank hatte fallen lassen. „Sei jetzt bloß nicht wieder so seltsam!“, schalt ich mich gedanklich aus reiner Gewohnheit, bevor ich ihn freundlich begrüßte und unbeholfen anlächelte.
So wie eigentlich jeden Mittwoch hatte ich mich schon den ganzen Tag über darauf gefreut, ihm im Zug zu begegnen. Der gemeinsame Heimweg mit ihm war seit beinahe drei Jahren das Highlight meiner Woche, etwas, das mir irgendwann sogar so viel […] Weiterlesen

Jubiläums-Special | 107 Minuten | Remo und die Kreuzung

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Dies ist der 5. Teil der Fortsetzungsgeschichte „107 Minuten“.

Aufgewühlt und wütend stapfte Remo die Treppe des Wohnblocks hinunter, in welchem er zusammen mit Lea lebte und versuchte angestrengt sich etwas zu beruhigen. Es gab Momente, in denen er nicht mehr das Gefühl hatte hier noch erwünscht zu sein und er war sich auch nicht mehr sicher, was ihn noch bei Lea hielt. „Einfach unmöglich“, murmelte er in einer Mischung […] Weiterlesen

Jubiläums-Special | 107 Minuten | Lydia und das Telefonat

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Dies ist der 1. Teil der Fortsetzungsgeschichte „107 Minuten“.

Fröhlich den neusten Hit pfeifend schritt Lydia die steinerne Treppe hoch und ließ ihre Hand über das Geländer mit der abblätternden, grünlichen Farbe streifen. Manchmal fand sie den in die Jahre gekommenen Vorstadtblock etwas schäbig, doch das störte die junge Krankenpflegerin nicht weiter, sie wollte ihr Leben so […] Weiterlesen