Meine Streifen sind (nicht) heilig

Die morgendlichen Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Wolkendecke, zauberten flackernde, wirbelnde Lichtpunkte in die staubige Stallluft. Zina das Zebra schnaubte verschlafen und schüttelte sich dann ausgiebig, ehe sie ihre schwarzen Nüstern aus dem Fenster rekte. Sie war erst wenige Tage hier, hatte allerdings bereits gelernt, dass sie am Morgen meist die erste war, die dem Träumen überdrüssig wurde. Die anderen Bewohner dieses ihr fremden Ortes […] Weiterlesen

Einem geschenkten Gaul …

Der Geruch nach frischem Heu und Pferden lag in der Luft und ab und an war das Scharren oder Schnauben eines der englischen Vollblüter in dem ordentlichen Stall zu hören. Das Zirpen der Grillen drang durch das geöffnete Tor gut hörbar hinein und schien in der Dunkelheit der Nacht noch viel lauter zu sein, als es sonst schon war.
Chloe seufzte und strich sich eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht, wohl wissend, dass diese nur allzu bald wieder ihren Weg zurück finden würde. Insgeheim verfluchte sie ihren Friseur, der wohl noch nie einen Stall von innen gesehen hatte, da er ihr immer von seinen 500-Dollar-Fransen vorzuschwärmen pflegte, welche  mindestens genauso unpraktisch wie schick waren. Im gelblichen Licht der alten, insektenumschwirrten Hängelampen, trug Chloe den leeren Eimer zurück zum Regal, […] Weiterlesen