S09E11 | Special zur zweihundertsten Episode | Leichenkonfetti und andere Berufsrisiken

Wir möchten euch herzlich zur elften Episode der neunten Staffel des Kurzgeschichten-Podcasts Clue Cast begrüßen. Sie basiert auf der Story „Leichenkonfetti und andere Berufsrisiken“ von Sarah. Wenn ‚durch Leichenteile waten‘ in der Jobbeschreibung steht, hast du deine Berufung gefunden. In dieser Geschichte wurden die vorgegebenen Clues „Zweihundert, Zweihunderttausend, Zweihunderternote, Zweihundert Stundenkilometer“ und „Zweihundert Millionen Mikroben“ vertextet und sie spielt am Setting „Zweihundertste Etage“. Der Sprecher dieser Episode ist Klaus Neubauer. Diese Geschichte spielt in einem erweiterten Universum von Sarah. […] Weiterlesen

Halloween-Special | Es waren viele / Es war einer

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.

Teil 1: Es waren viele

Vor Erschöpfung zitternd erreiche ich die kleine Hütte beim See. Hier bin ich aufgewachsen, habe flüchtig der idyllischen Ruhe gefrönt, damals, als sie mich noch nicht kannten. Kaum fällt die morsche Tür hinter mir ins Schloss, geben meine Beine nach und ich stürze auf die Holzplanken. In meinen Gedanken kreischen Warnungen, sie wabern in gleissenden Lettern vor meinem Geist, […] Weiterlesen

Special zu Sarahs zweihundertster Story | Leichenkonfetti und andere Berufsrisiken

Diese Story ist auch als Hörgeschichte erschienen.
Diese Geschichte spielt im erweiterten Universum „In ferner Zukunft“.

„Ich hasse mein Leben“, keuchte Porter als er auf einer glibberigen Pfütze ausrutschte, dann robbte er auf dem Hosenboden über den gammeligen Teppich auf die Wand zu. Panisch zerrte der stämmige Haudegen an seinem Blaster, welcher in seinem Gürtelholster steckte und brachte es nach einigem Hin und Her zustande, die Waffe zu lösen. Er richtete sie auf den leeren Gang, in dem […] Weiterlesen

Road Trip | Links dahinter, stets mit Abstand

Dies ist der 2. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Road Trip“.

Irgend so ein Hipster-Arschloch hat Hüttenkäse in mein Eiersalat-Sandwich geschmuggelt! Ich bin so in Rage, muss mich erstmal beruhigen, gleich bersten meine Neuronen! Du weißt, von was ich spreche, oder? Auf meinen Reisen haben sich mir Abgründe aufgetan, die ganze Familien verschlagen, ich habe menschliche Überreste gesehen, die an ein Fünfhundert-Teile-Puzzle erinnerten, nur, nichts ist so schlimm wie […] Weiterlesen

Road Trip | Nachwuchs der anderen Art

Dies ist der 1. Teil der Fortsetzungsgeschichte „Road Trip“.

Dies ist unsere Geschichte, oder besser, meine Geschichte, denn du bist abwesend. Nun ja, gewissermaßen, ich ahne, du bist da draußen, musst es sein. Irgendwo. Offen gestanden zögere ich, bin überfordert damit, wo ich anfangen soll, wieso ich dir das eigentlich erzähle, doch ich brauche ein Publikum, kann die Einsamkeit nicht mehr ertragen. Unzählige Jahre liegen zwischen uns, unzählige Meilen hinter mir. […] Weiterlesen

Entspann dich

Dreizehn Minuten nach Mitternacht. Das Plätschern des Gewitters sickert durch die doppelt verglasten Fenster des Schlafzimmers, der veraltete Radiator surrt wie ein Schwarm Maikäfer. Ich sitze in der Dunkelheit, irgendwo zwischen Schlummer und Wachzustand und drohe, zu einem jämmerlichen Klischee zu verkommen. Es zieht mich aus dem Bett, zurück an den Computer wo so manche Aufgabe auf mich wartet. Aber mir schwant, dass meine Erschöpfung es verdient ernstgenommen, statt unter Arbeit begraben zu werden. Nur heute, ausnahmsweise, will ich der Vernunft Tribut zollen und belasse meinen Kopf auf dem Kissen, widerstehe der Versuchung. In die Finsternis starrend werde ich von pubertärem Pathos überschwemmt. Müßiggang bekommt mir schlecht, soviel ist kristallklar. Entnervt schnaubend drehe ich mich auf die Seite, beäuge […] Weiterlesen

Auf der Mauer, auf der Lauer – das postikonische Vampirtagebuch

Eigentlich hätten wir uns kaum bewegen, sicherlich nicht sprechen dürfen, doch es fiel mir unglaublich schwer. Das hier war spannender als jeder Krimi, den man für fünf Euro in der Wühlkiste fand, der wohl einzige Lesestoff, mit dem ich mir die Zeit vertrieb. Die Friedhofsmauer, auf der wir ausgestreckt und miteinander zugewandten Gesichtern lagen, war kalt, immerhin war es schon fast Halloween. Ich ergriff seine eisigen Hände, sah tief in seine wundersam blauen Augen, in denen ich mich sowas von komplett verlieren könnte … Ich war verliebt, mit Leib und Seele. Wieso nur konnte ich dieses intensive Blau im Zwielicht so gut erspähen, nachts auf dem alten Friedhof, wo Nebel über die schräg stehenden Grabsteine waberte, ein Käuzchen auf den scherenschnittartigen Ästen saß und sich der zerfallende Kirchturm gegen die vom Mond erhellten Wolken abzeichnete? […] Weiterlesen