Weihnachts-Special | Die dunklen Machenschaften des Mr. Spekulatius

„Guten Tag, Mr. Spekulatius, was darf es denn heute sein?“ Und da stand sie wieder, so wie am Tag zuvor und am Tag davor und vermutlich wird sie auch noch morgen und übermorgen und in zwanzig Jahren hier stehen. Versteht mich nicht falsch, ich mochte die Frau, deren Namen ich schon tausendmal gehört habe und mir doch nicht merken kann, weil er mir in etwa so wichtig ist, wie die Lage im Libanon, im Prinzip wirklich sehr gerne. Oder besser gesagt, ich mochte es, sie wie die vielen anderen Konstanten in meinem Leben als allmorgendlichen Orientierungspunkt zu benutzen. Aber, und dieses eine „aber“ kann ich nicht genug betonen, die gute Dame war dermaßen unterbelichtet, dass man meinen könnte, irgendein verrückter Professor aus einem drittklassigen Horrorroman für sterbensunglückliche, egomanische Teenager hätte an ihr eine Lobotomie durchgeführt. […] Weiterlesen

Von Bildern und Fischen

„Das riecht irgendwie fischig“, murrte Eric, während er durch die fremde Küche schlich. Der Geruch des Abendessens lag noch in der Luft und in der Dunkelheit fand der Eindringling es schwierig, sich in dem fremden Haus zurechtzufinden. Er war durch ein offenes Fenster eingestiegen, nicht um etwas zu stehlen, sondern um sich etwas zu holen; ein Bild, oder noch besser, viele Bilder. Eric war ein Paparazzo und ihm war jedes Mittel recht, um an die nächste Story zu kommen.
Jetzt war er in das Elternhaus eines Filmstars eingebrochen, denn für einmal wollte er nicht ein spektakuläres Foto schießen, sondern sich einige Kindheitsbilder des berühmten Actionschauspielers besorgen. Er gehörte zu der Sorte von Fotoreportern, welche sich nicht mit heimlichen Skrupeln herumplagen wollten und der Meinung […] Weiterlesen