Ein Ochse mit Brüsten

„Oy“, rotzte Jerry Lee und bedeutete Otis, sich zu beeilen. Es war ein schöner Tag, einer von etlichen in Folge, die Gegend war bekannt dafür von Februar bis November kein Wölkchen, geschweige denn einen Regentropfen zu kredenzen. In einer Viertelstunde stand der Feierabend, besser, das Wochenende vor der Tür und er hatte mitnichten vor, wegen dem Eiernacken Überstunden zu schieben. „Vorwärts jetzt!“ Otis war sein bester Freund, sein einziger noch dazu, und er fand den trägen Dussel absolut […] Weiterlesen

Insgeheim

„Robert.“ Der Klang meines verhassten Namens schubst mich zu leicht aus der oberflächlichen Konzentration, mit welcher ich meine genauso oberflächliche Arbeit zu verrichten pflege. „Kommst du später mit zu Reeses?“ Darauf bedacht, keinerlei Nervosität zu zeigen, schiebe ich den halbherzig bearbeiteten Papierstapel vor mir beiseite, lege meinen Stift hin und erwidere: „Naja, weißt du, Norbert …“ Ich lasse ihn eine Weile schmoren, nicht weil ich ihn unbedingt schmoren sehen möchte, sondern weil mein vermaledeites Hirn […] Weiterlesen