Das Problem mit der Weltherrschaft

Abseits des malerischen Bergdorfs staksen zwei Schreiberlinge durch den Wald, in dem sie so manche Redaktionssitzung abgehalten haben. Nachdem diverse Dringlichkeiten wie anstehende Emails an einen Verlag, ein neues Schema für das Lektorat und ihre jeweiligen Lieblingskaffeesorten diskutiert worden sind, will die Blondere erfahren: „Nun, berichte von deinen Neuigkeiten, irgendwelche Fortschritte mit der Forschung?“ Statt zu antworten betrachtet die Angesprochene wie hypnotisiert die vor ihnen hin- und her wippenden Hundehoden. Diese schwarzen, fast haarlosen Kugeln, welche sich vom ansonsten weiß-braun-gefleckten Beaglefell hervorheben, boten schon oft Stoff für die kindischen Albereien in der Clue Writing Redaktion.
„Klöten oder Anus?“ Lenkt sie vom Thema ab und formuliert die Frage […] Weiterlesen

Von Hunden und Bluetooth

Eigentlich bin ich ein Katzenmensch, Hunde finde ich aber auch unterhaltsam. Trotzdem befand ich das Ausbildungszentrum für Therapiehunde, dessen Gelände ich vor kurzem betreten hatte, für denkbar langweilig, insbesondere weil alle Hunde sehr folgsam waren. Da war niemand, dessen Frustrationstoleranz auf die Probe gestellt wurde oder der über eine Leine stolperte. Das normale Leben war gerade bestenfalls doppelt so langweilig wie Reality-TV, und das wollte etwas heißen. Ich ließ mich auf einer Bank nieder, deren Beine sicherlich von unzähligen Therapiehunden in ihrer Pinkelpause besucht wurde, und streckte mich.
Ich fuhr zusammen, als ein Fremder sich neben mich plumpsen ließ, sodass die Holzlatten sich bogen.
„Tagchen“, lachte der Kerl in Jeansjacke, blinzelte in die Sonne und zündete […] Weiterlesen

Wissen ist Macht | Die Insel

Dies ist ein Interludium zu der Fortsetzungsgeschichte „Wissen ist Macht“.

„Charlene?“, flüsterte die ruhige Frauenstimme neben ihrem Ohr und der Schleier vor ihrem Gesichtsfeld begann sich zu lüften. Grüne, blaue und braune Farbtupfer wurden klarer, setzten sich zu dem Innern eines Zimmers zusammen, durch dessen Fenster der sonnenüberflutete Strand von Samoa zu erkennen war, auf dem eine einsame Palme stand, die sanft im Wind wippte, der einzige Gegenstand, der sich bewegte. Doch etwas stimmte nicht, denn der Raum schien zu schwanken, alles fühlte sich instabil und fragil an, wie die Projektion eines alten Filmes nach schier endloser Lagerzeit. Kein Geräusch drang von draußen nach innen, sie war isoliert. Sie konnte eine blonde, mit Schweiß und […] Weiterlesen