In den Kopf!

Dies ist Rahels Teil einer Kurzgeschichten-Kollaboration. Sarahs Story findet ihr hier.

„Toby“, blaffe ich ungehalten ins Headset. „Wo zum Teufel steckst du?“ Behände weiche in einem heranrasenden Auto aus, rolle mich über den Terrassenabsatz und ziehe meine Lieblingswaffe, einen veralteten Karabiner, noch bevor ich auf dem Sand lande. Der erste Schuss geht ins Nirgendwo, der zweite zerschlägt den Scheinwerfer und der Dritte trifft sein Ziel, den Schädel des Fahrers. In der Verbindung knackt es, dann meldet sich Toby spöttisch: „Wieso? Kommst du ohne mich schlecht klar?“ Gepresst weise ich ihn an, kurz zu warten, erledige einen Scharfschützen auf dem Kioskdach an der Promenade und […] Weiterlesen

Nachmittagstee und Menschenjäger

Addison stolperte beinahe als sie über die Schwelle ins Teehaus trat. „Scheiße“, zischte sie durch ihre zusammengebissenen Zähne und hielt sich im letzten Augenblick am Türrahmen fest. Der auf dem Boden herumliegende Mörtel und die umgekippten Stühle machten ihren Gang durch das Lokal zu einem Hindernisparcours, der dank ihrem verletzten Bein auch nicht einfacher zu bewältigen war. Connor, der keinen Meter hinter ihr herging, fragte beunruhigt: „Alles okay?“
„Nein, verflucht, jemand hat mir ins Bein geschossen! Glaubst du denn, dass ich voller Übermut herumrenne?“, gab sie zurück. Im nächsten Augenblick bereute sie, ihren Weggefährten angefahren zu haben und fügte hinzu: „Sorry. Schauen wir, ob wir irgendwo Verbandsmaterial finden können.“ […] Weiterlesen

Das letzte Gefecht

Sven schlug die Tür zu der verlassenen Berghütte zu und lehnte sich keuchend an den Rahmen. Der Geruch nach altem Bergkäse lag in der abgestandenen heißen Luft, unangenehm und beißend. Das späte Nachmittagslicht fiel durch die zwei Fenster, sodass in der staubigen Luft einzelne Sonnenstrahlen erkennbar waren. Mittlerweile waren wieder die Grillen zu hören, die bei Svens Ankunft verstummt waren. Gehetzt blickte er sich um; endlich war er alleine und fürs Erste sicher. Noch immer schwer atmend schob er den modrigen Holzriegel vor und lehnte sein Gewehr neben der Tür an die getäfelte Wand. Dann warf er die rot verfärbten Einweghandschuhe, die er in der linken Hand gehalten hatte, auf den Boden – immerhin hatte er so den Gegnern keine allzu offensichtliche Spur hinterlassen. Dann blickte er sich in dem Raum um, der ein […] Weiterlesen